Eigenfetttransplantation – Lipofilling – die Methode nach COLEMAN

Das Verfahren nach Coleman wird vor allem für kleinere Mengen der Fettgewinnung verwendet. Ziel ist eine schonende Gewinnung von Fettzellen, damit diese dann auch transplantiert werden können.

Der Eingriff erfolgt unter örtlicher Betäubung. Dabei werden sowohl die Entnahmestelle als auch die gewünschte Transplantationsstelle lokal anästhesiert.


In die Entnahmestelle wird dann so vorsichtig wie möglich eine kleine Kanüle eingeführt, um das umliegende Gewebe nicht zu schädigen. Mittels Absaugung werden lebende Fettzellen gewonnen, die danach noch aufbereitet werden müssen.

Die Aufbereitung des gewonnenen Materials erfolgt mittels elektrischer Zentrifugierung. Dabei werden tote Zellbestandteile und Blutreste von den lebenden Fettzellen getrennt.
Das aufbereitete Material wird dann in eine kleine Spritze gefüllt, mit der das Gewebe in die Transplantationskanülen gespritzt werden kann.

Lipofilling - ColemanÜber kleine Hautschnitte, vorrangig an nicht sichtbaren Hautregionen, wird wieder eine Kanüle an die Transplantationsstelle eingeführt. Über diese werden dann die eigenen Fettzellen schichtweise transplantiert. Die Schichtung ermöglicht ein formschönes Ergebnis. Abschließend werden die kleinen Hautschnitte mit wenigen Stichen vernäht.

Nach dem Eingriff können sowohl an der Entnahmestelle als auch an der Transplantationsstelle Schwellungen oder Blutergüsse auftreten. Dies ist eine vollkommen natürliche Reaktion des Körpers auf minimale Läsionen und verschwindet in der Regel innerhalb der ersten zwei Wochen.
Die Fäden werden, entsprechend dem persönlichen Heilungsfortschritte, in den Tagen nach der OP entfernt. Bei diesen minimalinvasiven Eingriffen heilt normalerweise alles narbenfrei ab.

Das endültige Ergebnis der Eigenfetttransplantation ist erst nach 3-6 Monaten zu erkennen. Die transplantierten Fettzellen benötigen diese Zeit, um sich vollständig in das neue Umgebungsgewebe einzupassen.
Eine eventuelle Nachkorrektur, durch erneutes Lipofilling, ist sechs Monate nach dem ersten Eingriff wieder möglich.

Vorteil: 
Für kleine Regionen ideal
Kann unter Lokalanästhesie durchgeführt werden

Nachteil: 
Wenig Volumengewinnung und –applikation

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